Der Militärische Abschirmdienst als Vorreiter
Zielgruppe für diesen Beitrag:
Chief Security Officer (CSO), Chief Risk Officer (CRO), Head of Corporate Security / Informationssicherheit, Leiter Kommunikation / PR (bei großen Konzernen, da Reputationsschutz auch ein Thema der Unternehmenskommunikation ist), Compliance & Risk Management Verantwortliche
Unterstützte Verfassungstreueprüfung
Ein aktueller Bericht des SPIEGEL macht deutlich, wie stark sich Prozesse bei der Personalauswahl verändern:
Der Militärische Abschirmdienst (MAD) setzt seit Juli eine Software ein, um Bewerberinnen und Bewerber der Bundeswehr auf Verfassungstreue zu prüfen. Wo früher Mitarbeiter monatelang manuell Social-Media-Kanäle, Foren und digitale Spuren durchforsten mussten, analysiert das System öffentlich zugängliche Daten heute in wenigen Tagen.
Was bei der Bundeswehr unter dem behördlichen Namen „Unterstützte Verfassungstreueprüfung“ läuft, zeigt eine Entwicklung, die längst auch für Unternehmen relevanter wird: Pre-Employment-Screening auf der Basis öffentlich zugänglicher Informationen (OSINT).
Warum manuelle Hintergrundchecks an ihre Grenzen stoßen
Ob in der kritischen Infrastruktur, in der IT-Sicherheit oder bei Schlüsselpositionen mit hoher Verantwortung – Unternehmen müssen wissen, wen sie an Bord holen. Risiken wie extremistische Einstellungen, Verbindungen zu kriminellen Netzwerken oder die Weitergabe sensibler Daten machen saubere Überprüfungen vor der Einstellung unumgänglich.
Die Praxis im HR-Alltag sieht jedoch oft anders aus:
- Erhöhter Zeitaufwand: Die händische Recherche in sozialen Netzwerken und offenen Datenquellen frisst Stunden, ohne dass man Vollständigkeit garantieren kann.
- Versteckte Signale: Risikorelevante Muster – wie verdeckte Symboliken, Chiffren oder Verbindungen zu problematischen Gruppen – werden von menschlichen Betrachtern ohne spezialisiertes Wissen leicht übersehen.
- Menge an Bewerbungen: Hohe Bewerberzahlen führen rasch zu Engpässen im Recruiting, wenn jeder Hintergrundcheck per Hand durchgeführt wird.
Der Mensch bleibt im Fahrersitz
Der SPIEGEL-Beitrag hebt einen zentralen Punkt hervor, der auch für die freie Wirtschaft entscheidend ist: Die Software fällt keine automatischen Entscheidungen. Sie fungiert nicht als digitaler Richter, der Bewerbungsunterlagen eigenmächtig ablehnt.
Stattdessen filtert das System auffällige Muster aus öffentlich verfügbaren Daten heraus. Zeigt ein Profil Auffälligkeiten – beispielsweise verlinkte Chiffren, verpixelte Auftritte in einschlägigen Milieus oder Gruppenmitgliedschaften –, bündelt die Anwendung diese Hinweise in einem übersichtlichen Dossier. Erst auf dieser Basis prüfen geschulte Experten den konkreten Fall und fällen die finale Entscheidung. Das entlastet die Teams von der zeitraubenden Spurensuche, ohne die menschliche Urteilskraft zu ersetzen.
Strukturierte Analyse im HR-Department mit Fivecast ONYX
Genau an dieser Schnittstelle setzt unser Ansatz für Unternehmen an. Mit Fivecast ONYX bieten wir eine Lösung, die HR-Abteilungen und Sicherheitsverantwortliche bei Risikoanalysen im Rahmen des Pre-Employment-Screenings unterstützt.
Fivecast ONYX durchsucht offene Datenquellen zielgerichtet nach definierten Risikoindikatoren und bereitet die Ergebnisse übersichtlich auf. Anstatt unzählige Plattformen manuell abzuklopfen, erhält das HR-Team ein klares Bild über potenziell relevante Sicherheitsrisiken – sachlich, datengestützt und nachvollziehbar.
Die Vorteile für das Pre-Employment-Screening im Überblick:
- Zeitersparnis: Der Rechercheprozess verkürzt sich drastisch, sodass Entscheidungen schneller und ohne lange Wartezeiten getroffen werden können.
- Präzision: Risikofaktoren werden anhand konkreter Kriterien erkannt, die in der manuellen Recherche oft untergehen.
- Objektivität und Nachvollziehbarkeit: Ergebnisse werden anhand fester Risikomuster aufbereitet, was Entscheidungen transparenter macht und Bauchgefühl durch Fakten ersetzt.
Ein moderner Standard für die Personalauswahl
Der Einsatz intelligenter Analysewerkzeuge beim MAD zeigt, dass automatisierte Unterstützung in der Risikobewertung kein Zukunftsszenario ist, sondern praxiserprobter Alltag.
Für Unternehmen bedeutet das: Pre-Employment-Screening muss weder ein personeller Flaschenhals sein noch an der Oberfläche bleiben.
Takeaway
Wenn Sie erfahren möchten, wie Sie unseren Service oder das Produkt Fivecast ONYX pragmatisch in Ihre bestehenden HR- und Screening-Prozesse integrieren können, sprechen Sie uns gerne an. Wir zeigen Ihnen in einer kurzen Demonstration, wie sich Risikoanalysen effizient und verlässlich gestalten lassen.

Heinz D. Schultz
VP Business Development for Analytics
„KI-gestützte Bewerber-Analyse für den Schutz der Verfassung und Treue, sollten zum Standard der Personalabteilung 2.0 gehören“
Heinz D. Schultz hat mehrere Jahre als Berater und Business Analyst für renommierte Unternehmen gearbeitet. Bei Radiosphere verantwortert er den Bereich Business Development und Consulting.
Telefon: +49 7021 9989018
Email: hdschultz[@]radiosphere.de
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