SACHS ist seit über 120 Jahren ein Synonym für deutsche Ingenieurskunst. Wie die Traditionsmarke des Technologiekonzerns ZF Friedrichshafen AG für jüngere Zielgruppen erlebbar gemacht wird und welche Rolle Kampagnen-Management in den Social Media dabei spielt, erklären die beiden ZF Aftermarket-Marketingexperten Bahar Freedman und Alexander Knorn.

 

Die Marke SACHS verbinden viele ältere Generationen vor allem mit der berühmten Fichtel & Sachs Freilaufnabe oder kleinen Zweiradmotoren. Wofür steht SACHS heute und vor allem: für wen?

Bahar Freedman: Die Tradition von SACHS ist geprägt durch die genial konstruierten und äußerst langlebigen Produkte, die man aus den Anfängen des Fahrzeugbaus kennt. Seitdem steht SACHS für Leistung, Qualität und Zuverlässigkeit, aber auch für ein hohes Maß an Innovation. Auf diese Werte zählen Händler, Werkstätten und Motorsportpartner auch heute noch.

Viele Werkstätten im freien Ersatzteilemarkt durchlaufen derzeit einen Generationswechsel. Um die Marke SACHS auch der jüngeren Zielgruppe zugänglich zu machen, haben wir im Juli letzten Jahres eine weltweite Image-Kampagne unter dem Titel „Proven Performance“ gestartet. Mit SACHS haben wir eine starke Marke im Portfolio, die bereits ein hohes Ansehen genießt. Unsere neue Kampagne bedient sich genau dieser Stärke und untermauert diese mit überzeugenden Fakten. Der erste Teil der Kampagne zeigt, dass das Wissen aus der Entwicklung von Hochleistungsprodukten für den Motorsport direkt in die Serienproduktion für die Straße fließt.

 

Wie wollen Sie diese jüngere Zielgruppe erreichen?

Alexander Knorn: Indem wir die relevanten digitalen Kanäle zum direkten Dialog mit Werkstätten und Auto-Enthusiasten nutzen. Durch ZF’s Engagement im Motorsport, etwa der Deutschen Tourenwagen-Masters DTM, haben wir viele attraktive Inhalte. Die verwenden wir natürlich für solche Kanäle. Außerdem beschäftigen sich viele unserer Fans, auch jüngere Generationen, bis ins letzte Detail mit unseren Produkten, die einen sehr guten Ruf genießen. Zum Beispiel finden sich auf YouTube sogenannte Unboxing-Videos über SACHS-Produkte von echten Enthusiasten aus der ganzen Welt. Social Media sind daher für uns ein essentieller Kanal, um unsere Produkte digital erlebbar zu machen und unsere Marken gemeinsam mit unseren Kunden weiterzuentwickeln.

Seit Sommer 2017 ist die Marke SACHS nun in mehreren Sprachen auf Facebook präsent, vor kurzem kam auch ein Instagram Kanal hinzu.

Facebook SACHS DE Monitoring

Eine deutsche Traditionsmarke auf Facebook im monatlichen Monitoring: Die drei reichweitenstärksten Postings im Februar 2018 auf dem deutschsprachigen SACHS-Profil.

 

Wie lief die Image-Kampagne „Proven Performance“ denn an und was hat Sie dabei überrascht?

Bahar Freedman: Uns war bewusst, dass die Marke einen hohen Bekanntheitswert hat. Jedoch haben wir mit der überwältigenden Resonanz auf unsere Kampagne nicht in diesem Umfang gerechnet. Wir sehen jetzt, dass die Marke SACHS viele Fans verschiedener Altersgruppen auf der ganzen Welt hat. Die geben uns ein sehr positives Feedback zu unserem Markenauftritt. Unsere Social Media Community wächst zum Beispiel jeden Monat zweistellig. Wir haben vor dem Start der Kampagne aber auch ausgiebig recherchiert, welche Themen unsere Zielgruppe ansprechen und welche Art von Praxiswissen wir vermitteln sollten. Wir haben Werkstatt-Umfragen und Wettbewerbsanalysen durchgeführt, aber auch mit langjährigen SACHS-Mitarbeitern gesprochen und uns von der SACHS-Ausstellung in Schweinfurt inspirieren lassen.

 

Wie arbeiten Sie an der praktischen Umsetzung und welches sind die nächsten Schritte?

Alexander Knorn: Das umfassende Monitoring unserer Social-Media-Kanäle, aber auch vieler Fachforen und Digital-Plattformen, ist Teil unseres Kampagnen-Managements und hilft uns, passende Themen und Content zu planen. Wir arbeiten dabei mit einem Vorlauf von zirka zwei Monaten. Im nächsten Schritt werden wir den Fokus dann noch stärker auf den Dialog legen. Ein Höhepunkt unserer Markenkommunikation im Jahr 2018 wird dabei die Messe Automechanika im September sein.

Bahar Freedman ist Head of Global Brand Strategy, Alexander Knorn ist Head of Global Digital bei ZF Aftermarket.

Fotos: ©ZF Friedrichshafen AG